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AIDA

2253

Die Kirchenchor-Reise führte diesmal nur nach Bregenz. Doch was da rund um die AIDA geboten wurde, war Unterhaltung auf höchstem Niveau. Die Bilder stammen aus den Kameras von Cornelia Büchel, Ingrid Vanoni und Emmi Thalmann. Und so schnell und gut reimen kann nur Ursula Hardegger

Von Werner Büchel, wernerbue@bluewin.ch

Lieber Leser, es ist klar:
Der Ausflug was Spezielles war.
Ich lass’ ihn drum Revue passieren,
will noch einmal Euch entführen
und für die Daheim gebliebnen
ist es - ein bisschen - auch geschrieben.

Am Engelplatz fand man sich ein
im strahlend schönsten Sonnenschein.
Kaum fuhr der Bus den Platz dann an,
der Werner schon mit Fläschchen sprang.
Auch das ‚Gepäck’ war schnell verstaut.
Ob man dem Wetter doch nicht traut?
Regenzeug und warme Decke;
Das liegt erst mal in der Ecke.

Voll besetzt ist unser Bus
stellt fest man nach dem letzten Gruss.
Flott ging es auf der Autobahn.
Den Zoll man auch im Flug bezwang.
Doch nach Bregenz rein wurd’s schlimm.
Was hatten all’ die bloss im Sinn?
Die Zeit, sie lief im Sause-Schritt.
Nur wir, wir hielten da nicht mit!

Willi fördert unterdessen
über Gebhard unser Wissen.
Als Dank denken wir dann mal dran
und zünden für dich Kerzen an.
Zeit war auch im Bus zu lesen.
Wie war das da doch gleich gewesen,
zwischen Aida und Radames?
Jeder weiss nun: Ja, so war es!

Da kamen wir halt etwas spät
zu sehen was da hinten geht.
In zwei Gruppen teilt man auf,
dann geht’s auf die Tribüne rauf.
Hier wird erst von vorn erklärt,
weil das Moderne doch erschwert
das Verständnis für das Stück.
Da fragt man schon auch mal zurück.

Dann geht’s die Treppe wieder runter,
den Steg hinaus und hinten drunter.
Doch der Platz ist ‚frei zu halten’,
drum wir uns an oben halten
Also wieder Treppe rauf
ging darum der Führung Lauf.
Zum Schluss auch wieder runter-rauf
landet man im Orchester-Haus.

Spät, das sind wir immer noch.
Der Bus steht nicht im gleichen Loch
wo wir vorher ausgestiegen.
Zum Einsteigen wird jetzt getrieben.
Denn so hört man leis’ von fern:
Die Polizei sieht das nicht gern.
Auf schlussendlich steilen Strassen
haben die Häuser wir verlassen.

Am Gebhardsberg dann angekommen
wird der Apéro genommen
und die Aussicht angesehen,
Kirche, ein paar Schritte gehen.
Zur Weinprobe fand man sich ein
floh vor dem grellen Sonnenschein
hinter alte, kühle Mauern.
S’war wirklich gar nicht zu bedauern.

Ein kleines Bisschen früher dann
trabten wir zum Essen an.
Im Pavillion für uns gedeckt
hat die Sonne uns geneckt
Drum sind ein’ge umgezogen.
Die Sonne schien schon heiss hier oben.
Nach Getränken und Salat
war der Rest auch schon parat.

Platten gab es auf den Tisch
mit Spätzle, Kartoffeln, Fleisch und Fisch
Gemüse war auch mit dabei
und später Dessert, wie’s so sei!
Gut hatten wir jetzt gespiesen,
doch die Zeit wollt’s uns vermiesen.
Durch eine Spende finanziert
zahlt der Verein – weil’s grad pressiert.

Dann geht es wieder in die Stadt.
Wozu man wieder länger hat.
Der Bus hält diesmal weiter weg,
da näher noch mehr Chaos steckt.
Zu Fuss geht es das letzte Stück.
über die Bahn zur Bühne zurück.
Die ganze Menge nun erklimmt
die Aufgänge, die vorbestimmt.

Vor dem Damen WC–Schlange.
"Reicht es noch?" denkt manche bange
Dann beginnt das Spiel für heute.
Bald folgen gespannt die Leute.
Nach kurzer Dämmerung folgt Nacht,
was manches schon gespenstisch macht.
Manches jetzt auch hier besteht,
weil’s uns am Nachmittag erklärt.

Sehr modern, doch ich fand’s schön.
Auch wenn noch keine ich geseh’n !
Viel Stimmung! – Technik, Licht, Effekte
war eingesetzt zu diesem Zwecke.
Nach 2 Stunden war’s vorbei.
Bis man nun wieder draussen sei!
Den gleichen Weg zurück zum Bus,
weil man schliesslich einfach muss

Einsteigen, man fährt nach Haus.
Schneller geht’s – zur Stadt hinaus.
Bald schon sind wir an der Grenze.
Auch hier gibt’s weiter keine Tänze.
Über Autobahn und Roggwil dann
kommen wir in Arbon an.
Erste steigen dann schon aus
die Anfangs Ortschaft sind zu Haus

Der grosse Teil der da geblieb’nen
ist am Engelplatz dann ausgestiegen.
Wenige fahren noch weiter.
Man verabschiedet sich heiter.
Strebt verschiednen Orten zu.
Geniesst den Rest der Nacht zur Ruh.
Denkt vielleicht auch noch zurück -
zum Ausflug mit viel Wetterglück.

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publiziert am 17.08.2009



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