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Das neue Pfarrblatt – vom Abschied zum Aufbruch

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Seit anfangs dieses Jahres ist die Pfarrei Arbon dem Thurgauer Pfarreiblatt "forumKirche" angeschlossen.

Von Matthias Rupper, matthias.rupper@kath-arbon.ch

Liebe Pfarreiangehörige
Sie halten das erste Pfarrblatt im neuen Kleid in der Hand – nach den fast 100 Jahren «Katholisches Pfarrblatt Arbon». Es sei hier noch einmal gesagt: Das war eine grosse Leistung von vielen Seelsorgern und Mitarbeitenden der Pfarrei Arbon, die grosse Anerkennung und herzlichen Dank verdient! Vielleicht müssen sich einige noch daran gewöhnen, dass das vertraute kleinformatige Heft jetzt einer Zeitschrift gewichen ist, Liebgewordenes gibt man nicht so leicht auf. Und doch gibt es genug Gründe, um dieser neuen Form Pfarrblatt mit Vertrauen und Hoffnung zu begegnen. Denn unsere Kirche hat sich in den letzten Jahrzehnten gewaltig gewandelt. Bis zum 2. Vatikanischen Konzil (1962-65) war die katholische Kirche ja klar eingeteilt: Der Klerus hat dem Volk gesagt, was kirchliche Lehre ist und welche Formen von Gottesdiensten und Vereinsaktivitäten gut und wichtig sind. Das Konzil hat dann auf die gemeinsame Verantwortung von Priester und Gläubigen aus dem Volk hingewiesen; Kraft der Taufe und der Firmung sind alle mitverantwortlich für das Leben in einer Pfarrei. So sind auch viele neue Berufungen im kirchlichen Leben gewachsen; welcher Pfarrer könnte heute auf die Mitarbeit von Religionspädagogen und Katechetinnen verzichten? Im Gottesdienst wirken auch verschiedene Personen mit, um nur die Lektoren und Kommunionhelfer zu nennen. Diese gemeinsame Verantwortung soll auch in einem Pfarrblatt zum Ausdruck kommen. Dass dies auch mit der bisherigen Form möglich war, ist unbestritten.
Es kommen aber zwei wichtige Gründe hinzu, die den nun eingetretenen Wandel positiv erscheinen lassen: Die heutigen Pfarreien sind nicht mehr so geschlossene Gebilde wie früher, konkret gesagt: Ein Arboner Pfarreiangehöriger geht auch einmal an einem anderen Ort in den Gottesdienst, aus den verschiedensten Gründen (Gottesdienstzeit, Form der Liturgie, Worte und Musik im Gottesdienst etc.).
Ebenso müssen sich Pfarreien heute auch zusammenschliessen wegen den fehlenden Priestern, gerade grosse Pfarreien sind in der Gefahr, recht anonym zu werden, man kennt sich nicht mehr, man ist keine vertraute Gemeinschaft mehr. Das hat sicher Nachteile, denn die Gemeinschaft von Christen am Ort ist immer noch das Lebensprinzip der Kirche – wobei das heute auch theologisch unterschiedlich gedeutet und bewertet wird. So wie in anderen gesellschaftlichen Bereichen holen sich heute die Menschen jene Formen von Seelsorge dort, wo sie ihnen nach ihren Vorstellungen angeboten werden. Darum ist der Blick über die eigenen Pfarreigrenzen in unseren Tagen etwas ganz Natürliches. Das kantonale Pfarrblatt bietet in dieser Hinsicht eine umfassende Information. Es geht aber nicht nur um die Gottesdienstangebote in anderen Pfarreien, sondern um die vielen Einblicke in Aktivitäten und Ideen, die andere Pfarreien anbieten. Diese Vielfalt ist ein grosser Gewinn, aber man muss natürlich die Neugierde haben und sich die Mühe nehmen, auch andere Pfarreiseiten anzuschauen.
Es geht aber noch weiter, über den Einblick in andere Pfarreien hinaus. Das «grosse» Pfarrblatt bietet in jeder Nummer gute grundsätzliche Artikel zu Fragen und Themen der Theologie, der Kirche und der Seelsorge, nicht nur hier bei uns, in der Schweizer Kirche, sondern weltweit. Unser Glaube wird so auch weitergebildet, er entwickelt und vertieft sich. Hier liegt der wichtigste Grund für diese Form des Pfarrblattes: Wir sollen über den Tellerrand hinausblicken, denn wir sind eine Weltkirche, d.h. wir sind verbunden mit den Kirchen und Gläubigen in anderen Teilen der Welt. Was sie bewegt, und vor allem die Sorgen und Nöte, die viele Christen in anderen Ländern haben, das soll auch uns berühren und zur Solidarität und zum Teilen anregen. Wir als Pfarrei Arbon haben ab jetzt nicht nur einmal, sondern zweimal monatlich die Möglichkeit, auf vier Seiten unser Pfarreileben zusammenzutragen und darzustellen. Das ist eine anspruchsvolle Aufgabe, denn es bringt einiges an Mehrarbeit. Aber so wie die Kommunikation in der heutigen Gesellschaft wichtig ist, so muss eine Pfarrei auch auf diesem Gebiet und in dieser Form präsent sein. So bitten wir auch alle, die mit der Pfarrei irgendwo verbunden sind, ihren Beitrag zu einem interessanten und inhaltlich guten Pfarrblatt zu leisten, mit Berichten, mit Fotos, mit Gedanken und allen anderen Formen einer lebendigen Kommunikation. Da sind vor allem die Verantwortlichen der verschiedenen Pfarreigruppen angesprochen; sie sollen immer die Frage im Hinterkopf haben, wie über einen Anlass, eine Veranstaltung oder ein anderes Pfarreiereignis berichtet werden kann, nicht nur als Vorschau,sondern ebenso als Bericht über schon Geschehenes. Packen wir mit vereinten Kräften die Pfarrblattgestaltung in der neuen Form an; begrüssen wir mit Freude das neue Pfarrblatt und geben wir ihm ein eigenes und frohmachendes Gesicht!
Matthias Rupper, Diakon

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publiziert am 02.01.2018



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