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Eröffnung der Ausstellung zum Turiner Grabtuch

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Am Sonntag, 4. Februar wurde die Ausstellung zum Turiner Grabtuch feierlich eröffnet.

Von Hedy Züger

Im Pfarreizentrum Arbon wird eine Ausstellung zum Martertod von Jesus Christus gezeigt: eine römische Geissel mit schweren Bleikugeln, drei riesige Nägel, eine spitzige Dornenkrone und ein über vier Meter grosses Leichentuch. Einfache Tafeln klären auf, was es zur Geisselung, zum Sterben am Kreuz, über archäologische und geschichtliche Erkenntnisse sowie die biblische Überlieferung Wichtiges zu sagen gibt. Nachhaltig geht es nicht: Die Dornenhaube wurde in Jerusalem aus einheimischen Pflanzen geflochten, Geissel und Nägel sind den in römischer Zeit eingesetzten Originalen nachgebildet. Das Leichentuch entspricht den damals gültigen jüdischen Vorschriften.

Demnach wurde der Tote in ein langes Tuch gelegt, das Rücken, Vorderseite, Beine und Kopf umschloss. Dann wurde der ganze Körper mit Binden umwickelt. Im Fall des gefolterten und mit blutenden Verletzungen übersäten Jesus ist das eine Erklärung dafür, warum sich auf dem Tuch seine Umrisse und viele Merkmale abzeichneten. Die Ausstellung zeigt dank neuer Technik eine detailgetreue Kopie des Leichentuchs.

Die Geschichte des Leichentuchs und dessen Reise in den Westen sind seit dem 12. Jahrhundert notiert. Das Original bleibt immer in Turin. „Es wird nie ausgeliehen, weder nach Rom, noch nach Jerusalem“, sagte an der Eröffnung Markus Hungerbühler, der das Ausstellungsgut betreut. Er lieferte Angaben zu den wissenschaftlichen Untersuchen (auch Radiokarbon), die in Bezug auf das Alter des Leichentuchs zu unterschiedlichen Ergebnissen kamen: Echt aus der Zeit Jesu – oder aus dem Mittelalter? Scheinbar war sich die Wissenschaft sogar bei Binden an aegyptischen Mumien (vorchristlich) nicht einig, welchem Zeitraum diese zuzuordnen seien. Ralph Zanoni ist Initiant der Ausstellung, da ihn frühere Berichte über das Leichentuch faszinierten. Der Pfarreirat und freiwillige Helfer betreuen die Ausstellung zusammen mit Markus Hungerbühler. Diese beeindruckt mehr als sich der skeptische Besucher anfänglich denkt.

Öffnung der Ausstellung:
Mittwoch, 7. Februar 9.30-11
Freitag, 9. Februar 16-19
Samstag, 10. Februar 16-19.30
Sonntag, 11. Februar 11.30-14.30
Mittwoch, 14. Februar 9.30-11
Freitag, 16. Februar 16-19
Samstag, 17. Februar 16-19.30
Sonntag, 18. Februar 11.30-14.30

 

publiziert am 04.02.2018



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