HOME HOME
 
 
Besuche:
0 online
3965 Monat

Erntedank liturgisch

erntedank —  Erntedank-Gottesdienst<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>kath-arbon.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>105</div><div class='bid' style='display:none;'>10439</div><div class='usr' style='display:none;'>3</div>

In den Warenhäusern und Lebensmittel-geschäften können wir fast das ganze Jahr eine grosse Vielfalt von Früchten und Gemüsen kaufen. Da braucht es schon eine Naturkatastrophe, um uns wieder in Erinnerung zu rufen, dass eine gute Ernte nicht selbstverständlich ist.

Von Matthias Rupper, matthias.rupper@kath-arbon.ch

Im Sommer wird darum in vielen Kirchen der so genannte Wettersegen erteilt (vgl. unten); neben unserer Arbeit braucht es auch den Segen Gottes, damit alles wächst und gut gedeiht. Im Erntedankgottesdienst wird darum die Kirche mit den geernteten Früchten und Gemüsen farbenfroh geschmückt.

Dank für die Fülle der Gaben
In jeder Messfeier braucht es die Gaben von Brot und Wein, von Jesus dazu aus-ersehen, um uns seine Gegenwart zu zeigen. Beim Erntedank werden weitere «Früchte der Erde und der menschlichen Arbeit» in der Kirche sichtbar gemacht; damit bringen die Menschen all das vor Gott, was sie an Arbeit und Mühe, auch an Freuden und Sorgen, während Tagen und Wochen aufgewendet haben bis zur Ernte. Unser Glaube, dass Jesus für uns Lebensbrot wird, erhält so eine noch grössere Dichte. Wie Brot und Wein verwandelt werden, so werden auch wir verwandelt und erneuert, damit unser Leben Frucht bringen kann. Im Gaben-gebet wird es ausgedrückt: «Herr, unser Gott, segne die Früchte der Erde, die wir in Dankbarkeit darbringen. Heilige Brot und Wein für das Opfer und lass uns durch den Empfang deines Sakramentes Frucht bringen, die bleibt für das unvergängliche Leben.»

Nicht nur Brot und Wein
Im Erntedankgottesdienst können darum auch weitere Früchte der Erde bei der Gabenbereitung zum Altar gebracht wer-den, wie es auch das heutige Messbuch anregt: «Es ist wünschenswert, dass die Teilnahme der Gläubigen dadurch sicht-bar wird, dass sie Brot und Wein für die Eucharistie oder andere Gaben bringen, die den Bedürfnissen der Kirche und der Armen dienen.» Heute werden die Naturalgaben in der Regel durch eine Geld-spende ersetzt. Warum hat das Erntedankfest auch in einer hochtechnisierten Welt die Anziehungskraft bewahren können? Wachsen und Reifen sind Sinnbilder unseres Lebens; die Früchte des Lebens ernten zu können, ist eine tiefe Sehnsucht des Menschen. Jesus hat immer wieder Bilder und Gleichnisse aus der Natur gebraucht, um das Reich Gottes zu beschreiben.
Matthias Rupper

Wettersegen
Gott, der allmächtige Vater, segne euch und schenke euch gedeihliches Wetter; er halte Blitz, Hagel und jedes Unheil von euch fern.
Er segne die Felder, die Gärten und den Wald und schenke euch die Früchte der Erde.
Er begleite eure Arbeit, damit ihr in Dankbarkeit und Freude gebrauchet, was durch die Kräfte der Natur und die Mühe des Menschen gewachsen ist.
Das gewähre euch der dreieinige Gott, der Vater und der Sohn und der Heilige Geist.
Amen.

 

publiziert am 27.09.2018



zurück
weitere Berichte


Anfang der Seite  -  Verantwortlich für diese Seite: Gaby Rotach Portrait anzeigen  -  Pfarrei St. Martin Arbon   -   Besuche: 17 Monat