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Wort zum November

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In diesen herbstlichen Tagen werden wir mehr als sonst im Jahr mit der Wirklichkeit des Sterbens konfrontiert. Jahr für Jahr erleben wir diesen natürlichen Wechsel von Werden und Vergehen. Wir Menschen sind als Krone der Schöpfung ganz und gar hineingenommen in diesen Prozess von Werden und Vergehen. Doch allein der Mensch stellt sich die Frage: Was kommt nach dem Tod?

Von Henryk Walczak, henryk.walczak@kath-arbon.ch

Unvermeidlich stossen wir auch alltäglich als Leser der Tageszeitung auf jene Seiten, deren Gestaltung wie ein düsteres Mauerwerk anmutet, auf die Seiten mit den Todesanzeigen. Manchmal kennen wir einen der Namen. Dann wissen wir uns als Betroffene. Der sonst geflis-sentlich aus dem Leben ausgegrenzte Tod verschafft sich dann Einlass in unser Denken. Die Erfahrung des Sterbens und des Todes stösst uns immer wieder auf wichtige Fragen unseres Lebens: Was ist Leben? Was ist der Tod? Was ist danach?
Auch das Fest Allerseelen und der Monat November mit seiner Vielzahl von Totengedenkfeiern bieten genug Anlässe über die Frage des Todes nachzudenken. Warum Tod? Warum müssen wir sterben? Diese Fragen durchziehen das ganze Leben. Der Tod ist die radikalste Anfrage an den Sinn unseres Lebens. Manche behaupten sogar: Nur was vor dem Tod bestehen kann, ist wert, gelebt zu werden.

Der rumänisch-französische Schriftsteller Eugène Ionesco (1912-1994) schrieb in seinem „Tagebuch“: „Wir leben, um zu sterben. Der Tod ist das Ziel unserer Existenz.“ Zunächst erscheint dieser Satz wie eine Binsenweisheit. Doch zuweilen verschwindet hinter einem abge-griffenen Ausdruck das Banale. Spätestens beim Tod eines lieben Menschen taucht das Bedrängende dieser Frage wieder auf: Hat das Leben nicht ein anderes Ziel? Warum lässt sich dagegen nichts tun?
Niemand dürfte sich um die Sinnfrage des Todes herumdrücken und sich schon gar nicht zufriedengeben, dass mit dem Tod alles aus sein soll, wie es der Tagebucheintrag von Ionesco ausdrückt: „Wir leben, um zu sterben.“
Wo finden wir Alternativen zum Tod? Gibt es ewiges Leben? Was stellen wir uns eigentlich unter ewigem Leben vor? Möchten wir – nach dem Tod – ewig leben?
Viele Menschen, vor allem ältere Menschen können sich auf die gemachten Erfahrungen besinnen und begreifen und verstehen, was das Wort sagt: „Wir werden geboren, um zu sterben und wir werden sterben, um zu leben!“ Diese Aussage drückt Zuversicht aus, dass mit dem Tod nicht alles aus ist. Die Alternative zum Tod besteht einzig im auferstandenen Christus. Gott, der ihn nicht im Tode beliess, verheisst uns durch seine Auferweckung das neue Leben.
Die Erwartung dieses neuen Lebens schlägt Brücken über Zeitgeschehen und Kontinente. Niemand ist davon ausgeschlossen, denn Jesus starb und erstand für alle und wird einem jeden Menschen dieses Leben zuteilen, wenn jener es nur haben will. Wir werden sterben. Doch wir leben nicht, um zu sterben, wie Ionesco gemeint hat, sondern um auf ewig zu leben. So beken-nen wir es in unserem Glaubensbekenntnis: „Ich glaube an die Auferstehung und das ewige Leben!“

Henryk Walczak SAC

 

publiziert am 02.11.2018



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