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Ein Zeitzeuge aus Stein kehrt zurück

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Bei Renovationen am Schloss Arbon entdeckten Bauleute einen Grabstein, der auf die zweite Frau von Franz Saurer, dem Gründer der Saurer-Dynastie hinwies: Pauline Stoffel-Frey (1821-1888). Witwe Stoffel und Witwer Saurer heirateten 1862. Franz Saurer zog von St. Georgen SG nach Arbon und führte nun die Mechanische Werkstätte und Eisengiesserei Stoffel in der Altstadt weiter. Seine fünf Söhne sowie Enkel Hipolyt entwickelten daraus die bedeutendste Arboner Unternehmung.

Von Hedy Züger

Der Grabstein kehrte dorthin zurück, wo Pauline Saurer vor 130 Jahren bestattet worden ist, auf den Friedhof bei der Martinskirche. Die Kirche wurde 400 Jahre lang paritätisch genutzt. Der Friedhof war in einen grösseren evangelischen und einen kleinen katholischen Teil abgegrenzt; es gab in Arbon nach der Reformation nur noch wenige katholische Familien, bis junge Leute aus katholischen Ländern zuzogen. 1907 wurde in der Neusätz ein grosser Friedhof neu eingerichtet – und seither gemeinsam benützt. Diese Angaben machte Historiker Hans Geisser auf dem Rasen, der die alten Gräber zudeckt.
Der wiedergefundene Grabstein von Pauline Saurer wurde beim anschliessenden Gedenkakt von Kirchenpräsident Dominik Diezi und Architekt Kurt Sonderegger enthüllt. Drei Steine erinnern hier an den alten Friedhof, jene von Adolph Saurer, Pauline und Franz Saurer, und weiter weg das Denkmal für die Bourbaki-Soldaten von 1871.

 

publiziert am 20.11.2018



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