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50 Jahre Ökumenische Kampagne Fastenopfer und Brot für Alle

301810_OEK_Plakat_A3_Frau_RZ_d<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>kath-arbon.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>75</div><div class='bid' style='display:none;'>18257</div><div class='usr' style='display:none;'>41</div>

Seit 50 Jahren engagieren sich Fastenopfer (katholisch) und Brot für alle (reformiert) und ab 1994 auch Partner sein (christkatholisch) mit der Ökumenischen Aktion jeweils in der Fastenzeit für eine gerechte Welt. Das Ziel ist unverändert geblieben: die breite Öffentlichkeit auf die Ursachen aufmerksam zu machen, dass 800 Millionen Menschen in Hunger und Armut leben müssen.

Von Matthias Rupper, matthias.rupper@kath-arbon.ch

Wer sich fragt, was in diesen 50 Jahren an dieser Tatsache verändert werden konnte, wird nicht von einer Erfolgsgeschichte reden können. Noch immer gibt es in vielen Ländern himmelschreiende Not und ungerechte Zustände, denen die Betroffenen oft machtlos ausgeliefert sind. Da sind scheinbar plausible Erklärungen schnell zur Hand: Das lässt sich nicht ändern, in der Welt wird es immer so sein, dass es Arme und Reiche gibt, dass gerechte Verhältnisse überall auf der Welt eine Utopie bleiben wird. Darum sind auch unsere Anstrengungen nur ein Tropfen auf den heissen Stein. Und ein weiteres Argument, das immer wieder auftaucht: Man weiss man ja nicht genau, ob die Hilfsgelder richtig verteilt werden und zu jenen Menschen gelangen, die sie dringend brauchen. Dieser Haltung kann und muss widersprochen werden. Die vielen Hilfsprojekte in Afrika, Lateinamerika und Asien haben den Menschen in verschiedener Hinsicht geholfen, es gibt bedeutend weniger von Armut Betroffene, die Kindersterblichkeit konnte massiv gesenkt werden, in vielen Ländern ist eine obligatorische Schulbildung heute gesichert. Aber noch wichtiger, nur schwieriger zu erklären ist ein Entwicklungsprozess, der noch nicht abgeschlossen ist: Die armen Menschen kennen die Gründe für ihre Situation, sie beginnen sich zu wehren gegen ungerechte Strukturen und arbeiten in Gruppen und Kooperativen zusammen; das betrifft vor allem die Frauen, die sich ihrer Würde bewusst geworden sind und sich für ihre Rechte wehren. Und umgekehrt ist auch bei uns das Bewusstsein gewachsen, dass wir mit unserem Konsumverhalten zu einer gerechteren Verteilung der Güter dieser Welt beitragen können. Am Anfang und am Ende der Überlegungen zu diesem Thema werden wir zu unserem Glauben zurückgeführt. Die Botschaft Jesu gibt uns den Auftrag, das Elend der Welt nicht einfach schicksalshaft hinzunehmen, sondern aufzustehen und mutig zu handeln: «Ich war hungrig, und ihr habt mir zu essen gegeben; ich war fremd und obdachlos, und ich habt mich aufgenommen.» Lassen wir uns in dieser Fastenzeit wieder ansprechen und motivieren, unseren Beitrag zu leisten gemäss dem Leitwort der Kampagne: «Gemeinsam für eine gerechte Welt».
Matthias Rupper

 

publiziert am 08.03.2019



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