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Unser Fastenopfer-Projekt: Guatemala "Redsag"

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Guatemala ist ein Land in Mittelamerika, von dem wenig bekannt ist. Flächenmässig ist es mehr als doppelt so gross wie die Schweiz, hat auch doppelt so viele Einwohner. Die Kindersterblichkeit beträgt 2.9% (Schweiz 0.4%). Immerhin 80% haben eine Schulbildung, aber in der Rangliste des Wohlstandes liegt Guatemala an 125. Stelle von 188 Ländern.

Von Matthias Rupper, matthias.rupper@kath-arbon.ch

Die Situation im Land
Die Armut ist in Guatemala also immer noch das Hauptproblem, aber diese hängt sehr von der ethnischen Zugehörigkeit ab. Der Staat hat oder sucht keine Antworten auf die Probleme des Landes. Korruption ist eine tägliche Praxis und das Justizwesen ist stark geschwächt. Für die guatemaltekische Regierung bedeutet Fortschritt Abbau von Bodenschätzen und riesige Monokulturen wie Palmöl oder Zuckerrohr. Deshalb setzt sich Fastenopfer für die indigenen (einheimischen) Völker ein, denn sie sind es, die am meisten unter Hunger und Gewalt leiden.

Die Arbeit der Hilfswerke
Das ökumenische Programm von Fastenopfer und Brot für alle unterstützt indigene Bauernfamilien mit weniger als einer Hektare Land sowie Landlose. Bis 2022 sollen durch die Projekte 32‘000 Frauen und 33‘000 Männer erreicht werden, die dann rund 500‘000 Menschen in ihre Arbeit einbeziehen. Damit soll das Recht auf Nahrung gesichert werden mit traditionellen Praktiken und dem Verteidigen des Rechtes auf Land. Ebenso wichtig ist das Recht auf Identität: Die indigenen Völker und Gemeinschaften lernen ihre Rechte kennen und wissen, wie sie diese einfordern können. Und ein weiteres Ziel in diesen Ländern, die immer noch stark von einem Männlichkeitswahn geprägt sind, ist die Gleichberechtigung von Mann und Frau.

Das Hilfsprojekt „Redsag“
Dieses nationale Netzwerk, entstanden im Oktober 2004, verteidigt die Ernährungssouveränität und die Rechte von gefährdeten Bevölkerungsgruppen. Das Netzwerk hat 25 Mitgliedsorganisationen und steht landesweit in Verbindung mit mehr als 200 Basisorganisationen. Ziel von Redsag ist es, die politischen und wirtschaftlichen Bedingungen so zu verbessern, dass die Ursachen für Armut und Hunger bekämpft werden. Konkrete Ziele 2019: 2100 Familien sollen mit ökologischen Methoden arbeiten lernen und so ihre Böden verbessern und ihre Produktivität erhöhen. 83 Gemeinschaften haben neu Zugang zu sauberem Trinkwasser. 70 Gemeinschaften werden instruiert, wie sie ihr Recht auf Selbstbestimmung, Land und Wasser bei den Behörden einfordern können. Dieses Programm wird gemeinsam mit Brot für alle als ökumenisches Projekt durchgeführt.
Matthias Rupper

 

publiziert am 10.03.2019



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