4. Oktober - ein Heiliger - Tag

Franziskus (Taizé)<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>kirchenweb.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>20</div><div class='bid' style='display:none;'>234</div><div class='usr' style='display:none;'>24</div>

Im Erntedankgottesdienst ist er uns wieder einmal begegnet. Der Heilige Franz von Assisi, einer der bekanntesten und beliebtesten Heiligen unserer Kirche. Über 800 Jahre ist es her, dass Franziskus gelebt hat, dennoch sind seine Gebete und seine Lebenshaltung für viele auch heute noch inspirierend. Am bekanntesten bleibt sein Sonnengesang, der uns in diesem Jahr im Erntedankgottesdienst begleitet hat.
Franziskus – grosser Visionär
Es ist ein ungewöhnlicher Heiliger, der seinen Weg gehen musste, der Erfahrungen gemacht hat, die ihn zu dem gemacht haben, was er ist. Es ging in seinem Leben nicht immer geradlinig, sondern existenzielle Tiefen (Gefangenschaft, Krieg, Krankheit oder Sucht) liessen ihn zu dem Menschen heranreifen, der später und bis heute einer der grössten Visi-onäre in der Kirchengeschichte ist. Wenn wir uns mit solchen Personen beschäftigen, dann ist es immer bereichernd, denn es sind keine Übermenschen, keine „geborenen Heiligen“. Wir lernen, dass Fehler und das Scheitern dazugehören, dass sie oft sogar wichtig sind, um im eigenen Denken und Handeln Tiefe und Weite zu haben. Franziskus wurde heilig, weil er sich auf Gott eingelassen hat. Er hatte mehrere Bekehrungserlebnisse, die ihn auf die „göttliche Spur“ gebracht haben. Er wurde zum Urvater der Ökologen, Kirchenreformer, Friedensstifter, Künstler, Schauspieler, Tierschützer und für alle, die nach Einfachheit suchen. Ein Prototyp aller Träumer und Narren, Bettler und – zum Namenspatron unseres Papstes.

Franziskus, ein Mann, der mich immer wieder fasziniert! Eine seiner Visionen liess ihn in einer zusammengebrochenen Kirche Gottes Stimme hören: „Bau meine Kirche wieder auf“. Kindlich begann er Steine zu tragen, Mörtel zu mischen und einen Stein um den anderen wieder die Kirche aufzubauen. Doch sein Engagement ging weiter und er hielt der Kirche des Mittelalters einen Spiegel vor. Sein Leben und seine Nähe zum Evangelium brachte die Kirche wieder mehr auf die Spur des Evangeliums.
Franz von Assisi, ein Heiliger dessen Impulse und Erkenntnisse auch heute noch wert sind, sie zu verinnerlichen und Konsequenzen daraus zu ziehen. Gut, haben wir Gedenktage, die uns immer wieder an ihn und all die anderen Frauen und Männer erinnern, die vor uns wichtige, heilige Erfahrungen gemacht haben.

Simone Zierof
Bereitgestellt: 28.09.2020     Besuche: 45 Monat  
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