Asche auf mein Haupt…

Aschermittwoch<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>kath-arbon.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>936</div><div class='bid' style='display:none;'>19459</div><div class='usr' style='display:none;'>153</div>

Vielleicht nutzen Sie diese Redewendung auch, wenn Ihnen bewusst geworden ist, dass Ihnen ein Fehler passiert ist.
Mit diesen Worten übernehmen wir die Verantwortung für das Geschehene. Dass wir diese Redewendung benutzen oder auch sagen „in Sack und Asche“ gehen, kommt aus einem uralten Brauch, der weit in die Zeit vor Christus, ins Alte Testament geht. Auch heute ist die Asche in der katholischen Kirche ein Zeichen der Busse und der Umkehr. An Aschermittwoch (17. Februar 21) wird mit Asche ein Kreuz auf den Kopf gemacht und wir hören: „Kehre um und glaube an das Evangelium“. Das Umkehren, das Neubeginnen ist in jedem Lebensbereich notwendig. Wenn wir einander nicht eine neue Chance geben, wenn etwas passiert ist, wäre das Zusammenleben in Partnerschaft oder Familie nicht möglich. Das Erkennen der eigenen Schuld, das Dazustehen, das um Vergebung bitten und das Vergeben üben wir in der Erziehung und auch im Glauben ein. Zweimal im Jahr nehmen wir uns bewusste Zeiten solchen Umkehrens. Mit dem Aschermittwoch beginnt für uns Christen die Fastenzeit. Die 40 Tage laden zur Aufmerksamkeit ein, zum bewussten Leben, zum Verzicht und zum Teilen. Es sind Schlagworte unserer Zeit:
Minimalismus: Brauche ich wirklich so viel? Was brauche ich nicht mehr, was ist relevant?
Achtsamkeit: Wie geht es mir wirklich? Was passiert um mich herum? Wie geht es meinen Mitmenschen? Wo verpasse ich mein Leben, weil ich mich mit Konsum (TV, Netflix, Alkohol, Einkaufen) ablenke?
Ökologie: Welchen Einfluss hat mein Verhalten auf die Umwelt, auf die Mitmenschen?
Soziale Gerechtigkeit: Was kann ich dafür tun, dass es benachteiligten Ländern/Menschen besser geht?
Als Christen haben wir noch ein wichtiges Schlagwort: Umkehr und Vergebung! Dieser Bereich schaut auf unser Innerstes. Wie sind wir unterwegs, wie gehen wir mit unserem Gewissen um? Welche Erlebnisse und Taten belasten uns, was würden wir gerne loslassen, abschliessen oder vergessen? Wo bin ich selbst auf dem falschen Weg, verpasse mein eigentliches Lebensziel? Welchen Weg will ich (wieder) einschlagen? Habe ich jemanden verletzt? Muss ich jemanden um Vergebung bitten? Wem muss ich vergeben? Wie bin ich mit Gott unterwegs? Welche Rollen spielen das Evangelium, die Worte Jesu für mein Leben? Welche Beziehung habe ich zu Christus? Was ist die Quelle meiner Kraft? Es gibt unterschiedliche Aktionen und Angebote, die helfen, zur Ruhe zu kommen und bewusst sein Leben in den Blick zu nehmen. Das Sakrament der Versöhnung hilft dabei, die Gedanken zu ordnen und sie mit jemandem zu besprechen. Im Sakrament bekommt man die Liebe Gottes zugesprochen, die immer über unserem Leben steht: „Du bist geliebt und darfst neu beginnen.“ Der Versöhnungsweg in der Kirche ist so eine Aktion. Vielleicht möchten Sie dieses Angebot einmal nutzen. Gerne laden wir Sie dazu ein.
Simone Zierof
Bereitgestellt: 03.02.2021     Besuche: 51 Monat  
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