Das Gesicht hinter unseren Livestreams

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Seit bald einem Jahr beschäftigt uns Corona.
Und fast genauso lang senden wir immer
sonntags unsere Gottesdienste live übers
Internet. Doch, wer kümmert sich eigentlich
darum, dass der Gottesdienst zu Ihnen nach
Hause kommt? In der letzten Zeit ist es vor
allem der 12-Jährige Rudenz Schmid. Er
kümmert sich fast seit einem dreiviertel Jahr
jeden Sonntag um die Technik.
Im Interview erzählt er, dass er fast jeden Sonntag freiwillig um acht Uhr aufsteht, damit er pünktlich eine Stunde vor Gottesdienstbeginn in der Kirche sein kann. «Meine Mutter hat mich einmal geschickt, damit ich beim Filmen helfe. Das ging recht gut. Dann konnte ich auch einmal den Job auf der Kanzel, den Livestream, machen. Das war auch spannend. Ich habe mir alles erklären lassen, und dann habe ich es das nächste Mal alleine übernehmen können. Da war ich sehr aufgeregt. Ich hab mir gedacht, das könnte ich auch öfter machen. Und dass es auch gut wäre für mein weiteres Leben, dass ich das bestimmt einmal brauchen kann.»

Dass Rudenz gerne am Computer sitzt und ihn die Technik fasziniert, ist klar. «Auf der Kanzel habe ich einen Bildschirm und einen Computer und ein Mischpult. Ich bereite alles vor, schaue, dass der Ton stimmt und die Übertragung funktioniert. Mit den Kameras versuche ich das einzufangen, was gerade passiert, und zum richtigen Zeitpunkt einzublenden. Und mit drei Programmen organisiere ich die Übertragung ins Internet.» Anfänglich wurden auch noch die Liedtexte eingeblendet, das fiel aber mit den neuen Coronavorschriften weg, weil ja nicht gesungen werden darf.

Sonst ist Rudenz ein Jugendlicher, der gerne Fussball spielt, Musik macht, singt und mit Kollegen abmacht. Doch auch er spürt die Einschränkungen durch die Coronasituation in seinem Alltag stark. «Corona hat recht viel in meinem Leben zerstört, weil es nicht mehr das gleiche ist wie vor einem Jahr. Man kann nicht mehr mit den Kollegen einfach weggehen, und es gibt viele Einschränkungen. Aber auf der anderen Seite geht es mir recht gut», beschreibt der 12-Jährige.

Der Livestream hängt zur Zeit vor allem an Rudenz. Durch seinen Einsatz von etwa zwei Stunden am Sonntag ermöglicht er anderen am Gottesdienst teilzunehmen, auch wenn sie nicht in die Kirche kommen können oder wollen. Auch besondere Feste, wie die Firmung oder die Erstkommunion erreichen auf diese Weise auch Familienmitglieder, die entweder im Ausland sind oder aus anderen Gründen nicht teilnehmen können. «Bei uns fehlen noch Personen – im Moment sind wir zu dritt,» meint er zum Schluss. «Und wenn die mal nicht können, funktioniert der Livestream nicht. Und deshalb brauchen wir vielleicht gerade Sie oder Dich als Verstärkung…». Wer uns also hier unterstützen und die Übertragungen auch für die nächste Zeit sichern will, kann sich bei uns melden.

Wir jedenfalls danken Rudenz ganz herzlich für seinen grossen Einsatz.

Tobias Zierof

» Hier geht es zum ausführlichen Interview mit Rudenz Schmid:
Bereitgestellt: 08.03.2021     Besuche: 60 Monat  
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