Osterzeit – eine Zeit der Erneuerung

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Die Auferstehung Jesu ist nicht das Ende der Geschichte Gottes mit den Menschen. Sie ist ein neuer Anfang. Ostern ist ein neuer Anfang. Ostern ist ein Aufruf zum Neuanfang, zum Aufbruch, zum Erwachen, für neues Leben, neues Glück und neue Freude.
Mit Ostern beginnt eine Heilszeit der Auferstehung für unsere Pfarrei, für meine Familie, für mich. Der Auferstandene spricht seinen Jüngern immer zuerst den Frieden zu: «Friede sei mit euch!» Das ist mehr als nur das Ende von Streit und Zwietracht. Sein Gruss: «Friede sei mit euch!» will unsere Antenne des Menschseins zunächst auf die Mitte hin ausrichten, auf ihn, der für alle gestorben und auferstanden ist.

Dieser Friede bedeutet, dass der Auferstandene der Mittelpunkt des Lebens und der Geschichte wird – genau so war es für die Jünger. Sie erinnerten sich an Jesus und sie erfahren, dass er bei ihnen ist. Diese Erfahrung wird zum Auftrag, damals an die Jünger und heute an uns. Im Namen Jesu werden glaubende Menschen allen Völkern, angefangen in Jerusalem, verkünden, sie sollen umkehren, damit ihre Sünden vergeben werden. Es geht um eine Veränderung des Lebens im Geist Jesu Christi. Es geht um die Umkehr von falschen Wegen. In diesem Zusammenhang schreibt Philip Brooks: »Lass jeden Menschen sich ewig fühlen. Lass ihn im Licht der Auferstehung Christi sich neu entdecken: Lass ihn nicht nur einfach sagen: «Jesus ist auferstanden», sondern: «Ich will auferstehen». Die Beziehung zwischen dem auferstandenen Herrn und den Glaubenden wird uns in zwei Bildern im Sonntagsevangelium vorgestellt: Christus als der gute Hirt und als der wahr Weinstock.

Zugegeben, vielleicht ist das Bild vom guten Hirten für uns Christen heute nicht mehr so aktuell. Wichtig ist für uns: Er muss in unserem alltäglichen Leben Wirklichkeit sein, eine vertraute Person, auf deren Stimme wir hören und der wir folgen. Wenn wir aus der guten Beziehung zum Hirten Jesu leben, dann kann unser Leben gelingen. Wer sich von Jesus Christus geführt weiss, der kann die Freuden des Lebens als ein Geschenk erfahren und in den Schwierigkeiten des Alltags durchhalten. Hier dürfen wir erfahren, wie richtig das Wort des früheren Papstes Benedikt ist: «Wer glaubt, ist nicht allein!» Leben wir aus der Freude am Glauben, dass Jesus Christus unser guter Hirte ist. Ein anderes Bild ist Christus selber als der wahre Weinstock und wir als die Reben und der Vater als Winzer. Unsere Berufung ist, so sagt uns Christus, Frucht zu bringen. Wichtig ist, dass wir in Christus bleiben.

Jesus zu folgen und in ihm zu bleiben ist die Berufung jedes Christen und jeder Christin. Es geht um die Beziehung mit dem Auferstandenen. Es bedeutet, dass die Kirche, also auch ich, die ständige Erneuerung und Vertiefung im Glauben braucht. Die heilige Mutter Teresa wurde einmal gefragt, was in der Kirche besser werden sollte. Ihre Antwort: «I and you – Ich und Du!»

Besser werden: Ich und du! Genau darum sollen und dürfen wir den Herrn heute bitten mit den Worten eines unbekannten chinesischen Christen: «Herr, erneuere deine Kirche und fange bei mir an. Herr, baue deine Gemeinde und fange bei mir an. Herr, lass Frieden überall auf Erden kommen und fange bei mir an. Herr, bringe deine Liebe und Wahrheit zu allen Menschen – und fange bei mir an!»

Joseph Devasia
Bereitgestellt: 16.04.2021     Besuche: 49 Monat  
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