Muttertag: Von den Frauenrechten zum Kommerz

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Jedes Jahr steht in unserer Agenda der Muttertag, zur Freude der Floristen und der Konditoren wird dieser Tag in vielen Generationen und Nationen gefeiert.
Es ist ein Tag der Dankbarkeit zur eigenen Mutter geworden, ein Anruf, ein Präsent, ein Gruss – Dankbarkeit terminiert auf einen Sonntag im Mai. Gut, gibt es diesen Tag, an dem die kleinen und grossen Kinder sich daran erinnern, was die eigene Mutter für einen tut oder einst getan hat. Gut, gibt es diesen Tag, dass man sich daran erinnert, dass Dankbarkeit und Wertschätzung einen wichtigen Stellenwert in der zwischenmenschlichen Beziehung hat und das nicht nur an einem Sonntag im Jahr.

Hintergrund
Was wir heute als Muttertag begehen, hat eine längere und interessante Geschichte. Begonnen hat alles einmal mit Frauen in den USA, die sich zusammengeschlossen haben, um für ihre Rechte und für den Frieden zu kämpfen. Das war in den 1870er Jahren, in denen Mütter sich weigerten, ihre Söhne weiter für die Kriege zu opfern. Auch in Europa entstanden zur selben Zeit Frauenbewegungen, die sich um mehr Rechte und Bildungschancen für Mädchen einsetzten und auch um die Anerkennung der Mütter. Etwas später entstand in christlichen Kreisen ein Tag, an dem man eine Andacht für die verstorbenen Mütter feierte. Aus diesen Bewegungen startete eine Initiative für die Einführung eines offiziellen Feiertags zu Ehren der Mutter. Doch schon kurz nach der Einführung wurde dieser Tag so kommerziell, dass sich die Gründermütter von diesem Tag distanzierten und sogar dagegen ankämpften. Zum Durchbruch des Muttertages in der Schweiz verhalfen die Verbände der Floristen, Gärtner und Konditoren in den 1930er Jahren, seitdem ist er ein fester Bestandteil in der Agenda.

Muttertag heute
Wie stehen Sie, vielleicht als Mutter, als Mann, als Frau, zu diesem Tag? Tauschen Sie sich doch in der Familie und der Partnerschaft darüber aus. Sprechen Sie offen über die Wertschätzung, die Sie sich wünschen, über mangelnde Dankbarkeit, über Ihre Energiereserven und über Zuneigung, die Sie brauchen. Ein kleines Geschenk, ein Dankeschön, eine Entlastung, geschenkte Zeit tut das ganze Jahr gut! Sprechen Sie doch auch einmal über festgefahrene, selbstverständliche Rollenbilder, auch über die Gleichberechtigung. Vieles müssen wir als Frauen, als Mütter, als Männer und Väter noch tun, dass die Generation unserer Töchter und Söhne einst gleichberechtigt leben werden. Daran darf uns der Ursprung dieses Tages erinnern: Wertschätzung, Dankbarkeit, ein liebevolles Erinnern und ein mutiger Blick in die Zukunft der Mütter und Frauen.

Simone Zierof
Bereitgestellt: 30.04.2021     Besuche: 36 Monat  
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