Fronleichnam

In unserem Feiertagskalender steht am Donnerstag, den 3. Juni das Fest Fronleichnam. Es ist eines der Feste, das mittlerweile etwas Erklärungsbedarf braucht, da es von der Wortbedeutung her nicht selbsterklärend ist. Obwohl viele Menschen in unserem Land Ostern und Weihnachten feiern und sich über die Feiertage an Auffahrt und Pfingsten freuen, wissen doch viele nicht um den Inhalt der Feste.
Umso wichtiger ist es, dass wir sattelfest darin sind, das erklären zu können, was wir feiern. Die Entstehung des Feiertags geht in das Jahr 1247 zurück, in dem ein Gottesdienst zur «Feier der leiblichen Gegenwart Christi in der Eucharistie» begangen wurde. 20 Jahre später wurde dieses Fest durch Papst Urban IV. für die Gesamtkirche erhoben. Natürlich war auch dieses Fest den verschiedenen Strömungen unterworfen und wurde im 16. Jahrhundert sogar zu einer gegenreformatorischen Demonstration. Je nach dem in welcher Gegend man wohnt, ist Fronleichnam ein Feiertag oder nicht und wird unterschiedlich begangen. Von wunderbaren Blumenteppichen, Kanonenschüssen, berittenen Prozessionen und dem Tragen der Monstranz unter dem Himmel gibt es unterschiedliche Brauchtümer.

Fronleichnam bedeutet übersetzt soviel wie «des Herren Leib» und in der Liturgie heisst es das «Hochfest des Leibes und Blutes Christi». Wir feiern, dass Jesus wirklich leibhaftig und ganz im gewandelten Brot und Wein gegenwärtig ist und gegenwärtig bleibt. Um Jesus in dieser Gestalt zu verehren, wird die Hostie in der Monstranz verehrt und als Zeichen, dass er mit uns geht und uns nie verlässt, wird diese durch die Strassen der Stadt getragen. In diesem Jahr werden wir noch einmal auf die Prozession und den Gottesdienst unter freiem Himmel verzichten. Wir hoffen darauf, dass im nächsten Jahr vieles wieder möglich sein wird, damit wir diese Tradition wieder aufnehmen können.

Aus diesem Grunde feiern wir Fronleichnam am Sonntag, 6. Juni, 10.30 Uhr in der Kirche St. Martin. Wir wünschen Ihnen den festen Glauben daran, dass Jesus in den Zeichen des gewandelten Brotes wirklich in unsere Mitte kommt und dass wir alle getragen sind in diesem Glauben, dass er immer bei uns bleibt.

Wir wünschen Ihnen ein gesegnetes Fronleichnamsfest.

Simone Zierof
Bereitgestellt: 31.05.2021     Besuche: 45 Monat  
aktualisiert mit kirchenweb.ch