Teamtag

Kirche und Glauben heute… Viel zu selten nimmt man sich «Zeit». Zeit, um miteinander Gespräche zu führen, sich besser kennen zu lernen und auch gemeinsam über Herausforderungen, Perspektiven und konkrete Ideen und Visionen nachzudenken.
Am 25. August haben wir uns als Pfarreiteam die Zeit genommen und waren den ganzen Tag zusammen. Im gemeinsamen Gottesdienst machten wir uns wieder bewusst, dass es um IHN in unserer Arbeit geht und dass ER uns in unseren Bemühungen begleitet. In diesem Bewusstsein ging es hinein in unsere inhaltliche Arbeit. Mit dem Sendungsauftrag Jesu in den Ohren «Geht zu allen Menschen und macht sie zu meinen Jüngern» wurden wir mit der Tatsache konfrontiert, dass das für die Kirche in der Gegenwart alles andere als einfach ist.

Schnell wurden die Hintergründe dafür klar. Johannes Hartl analysierte in einer Impulsvorlesung auf Youtube die gesellschaftlichen und kirchlichen Veränderungen und half zu verstehen, wo unsere aktuellen Herausforderungen liegen. Wir als Kirche müssen uns der Tatsache stellen, dass für viele Menschen die Kirche nur eine unter vielen möglichen Optionen ist. Zudem ist nicht mehr wie früher gewährleistet, dass der Glaube automatisch von einer an die nächste Generation weitergegeben wird. Dadurch wird die Frage nach Authentizität von uns als Gläubigen umso wichtiger. Anstatt sich sehnsuchtsvoll in die Vergangenheit zurückzuwünschen, geht es jetzt darum, diese neue Situation als Chance zu erkennen und sich ermutigen zu lassen, bewusst darauf zu reagieren – voll Verständnis, Offenheit und mit Engagement. Darum ging es dann auch im zweiten Teil. In verschiedenen Kleingruppen überlegten wir, was das konkret für uns als Pfarrei bedeuten könnte, welche Werte für uns wichtig sein werden und welchen Vorsatz jede und jeder von uns fürs nächste Jahr angehen möchte.

Alles in allem war es ein intensiver und spannender Tag, der uns an einigen Stellen aus unserer Komfortzone holte, ein besseres Gespür und Verständnis für unsere kirchliche Situation vermittelte und vor allem Mut und Lust machte, mit etwas verändertem Denken ins neue Schuljahr zu gehen. Darauf wurde am Ende natürlich angestossen.

Tobias Zierof
Bereitgestellt: 21.09.2021     Besuche: 56 Monat  
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