Segens.Reich

Meine Bilder<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>kath-arbon.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>265</div><div class='bid' style='display:none;'>19140</div><div class='usr' style='display:none;'>85</div>

Vielleicht geht es Ihnen ja so wie mir. Irgendwie ist mir die Weihnachtszeit immer zu kurz. Kaum ist der Weihnachtsbaum aufgestellt (wir tun das meist erst kurz vor Weihnachten), muss er schon wieder abgebaut werden. Immerhin - früher dauerte die Weihnachtszeit ja bis zum Fest „Darstellung des Herrn“ am 2. Februar.
Spätestens jetzt ist es soweit. Auch unser Baum ist abgeräumt und es geht wieder zurück in den Alltag.
In den Weihnachtsfeiertagen war es mit den Krippen noch einfach sich immer wieder bewusst zu machen, was wir feiern und vor allem glauben: dass Gott da ist, mitten unter uns, lebendig - als Immanuel (Gott ist mit uns). An vielen Orten wurden wir so schon optisch an sein Dasein erinnert. Manche von Ihnen hatten das Christuskind sogar in unserer Christmette im Arm - hautnah erfahrbar.
Und jetzt? Gott ist immer noch da. Vielleicht gibt es genau deswegen so viele Segnungen im Monat Februar, damit wir diese wichtige Grundlage für unser Leben nicht vergessen. Denn all diese Momente und Segnungen sind solche Zeichen für die Nähe Gottes - und das ganz fundamental. Vor uns liegen ganz verschiedene Feiern - wir segnen die Kerzen an Darstellung des Herrn, wir segnen die Brote am Agathatag und wir empfangen selbst den Blasiussegen.
Segen verbindet auf ganz besondere Weise mit Gott. Wenn wir das glauben, dann verweist uns das einfache Licht einer Kerze, sogar das Licht an sich, auf die Gegenwart Gottes. Wenn wir unser (tägliches) Brot essen, wird es als von Gott gesegnet zum Symbol seiner Nähe und auch seiner Stärkung. Und wenn wir selbst den Blasiussegen empfangen, können wir auf seine Hilfe vertrauen im Momenten von Krankheiten - konkret auch bei all den für die Jahreszeit typischen Erkältungs- und Grippewellen. In diesem Glauben zeigen uns schon diese drei Segnungen, wie rudimentär Gott unseren ganzen Alltag mit seiner Gegenwart durchdringt – wenn wir uns darauf einlassen. Wir erkennen, dass Gott segensreich unter uns am Wirken ist.

Aber eines lässt uns dann nachdenklich werden. Auch wir sind Gesegnete - vor allem durch unsere Taufe. Wenn bereits Kerzen auf die Gegenwart Gottes verweisen, wie steht es dann um uns? Wo sind wir solche Zeichen für die Wirklichkeit von Weihnachten in unserem Umfeld? Als Abraham von Gott den Segen empfing, hiess es, er werde dadurch auch zum Segen für andere werden. Wir erhalten den Segen von Gott konkret hier in unserer Pfarrei, an unserem Ort. Lassen wir diesen Segen durch uns wirken und bringen wir ihn zu den Menschen um uns herum, in kleinen alltäglichen Situationen. Werden wir selbst zum Segen für andere zum Aufbau von Gottes Segensreich. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine gesegnete Zeit.

Tobias Zierof
Bereitgestellt: 29.01.2020     Besuche: 60 Monat  
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