Im «Fluss des Tages» (Teil 2) Eine Einladung zu einer etwas anderen Mittagszeit in Berg
Im Pfarrhausgarten unter Reben- und Hopfendach bei Judith Romer, Pfarreiseelsorgerin, läuteten für uns die Glocken: Glockenklänge, die uns einladen und aufrufen zu einer kleinen Pause. In dieser, so erzählt uns Judith, werden nicht nur für die Tageszeit die Glocken geschlagen: Auch persönlich werden wir dazu eingeladen und aufgefordert unseren Nächsten mit Liebe zu begegnen.
Für das Mittagessen – welche Überraschung – fanden wir uns im frisch eingerichteten «Begegnungsraum» im hinteren Teil der Kirche wieder! Ein Beichtstuhl zur kleinen Küchenzeile umgebaut, der zweite als Stuhl-Depot – ein paar Tische mit Blumengruss und schon entsteht eine nette Kirchen-Zwischennutzung. Dass diese Kirche einige interessante Fakten bietet, z. B. ein 1200-jähriges romanisches Kreuz im Altar, über 60 Jahre evangelisch, zählten auch sieben Schlösser zu deren Besitz. Anschaulich beschrieb Judith die vergangene Zeit in lebhaften Worten.
Alle Frauen erklommen danach, über steile Holztreppen, den Kirchturm. Vorbei an der 100-jährigen Uhrenmechanik bis hinauf zu den mächtigen Kirchenglocken. Imposant! Mit einem feinen Kaffee und Glace liessen wir diese besondere Mittagszeit ausklingen. Wir verdanken Judith Romer nicht nur ihre Gastfreundschaft, sondern auch den Impuls, die Glocken, die für uns alle schlagen, wieder zu hören!
Beitrag erstellt: 10. September 2026