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Lektoren und
Kommunion­helfer

Frauen und Männer mit göttlichem Dienst

Wir haben Anteil an der Verkündigung

Was braucht man alles für einen Gottesdienst? An einen Priester oder eine Seelsorgerin oder Seelsorger denkt man schnell, auch die Ministranten fallen einem oft noch ein. Allerdings gibt es weitere Dienste vor allem im Sonntagsgottesdienst, die eine tragende und sehr wichtige Aufgabe haben: den der Lektoren und Kommunionhelfer.

Als fester Bestandteil übernehmen sie eine eigenständige und verantwortungsvolle Aufgabe im Gottesdienst. Sie tragen biblische Lesungen vor und teilen, gemeinsam mit den Seelsorgenden, die Kommunion aus. 


Der Lektorendienst

„Die gottesdienstliche Versammlung braucht Lektoren bzw. Vorleser. Daher soll man dafür sorgen, dass geeignete Laien zur Verfügung stehen, die zu diesem Dienst bereit sind. Stehen mehrere Lektoren bzw. Vorleser zur Verfügung und sind mehrere Lesungen vorzutragen, soll man diese unter ihnen aufteilen." (Pastorale Einführung ins Messlektionar Nr. 52)

Lektorinnen und Lektoren gehören zum festen und wichtigen Personal in einem Gottesdienst. Ihre Hauptaufgabe ist es, aus den biblischen Schriften des alten und neuen Testamentes vorzulesen. 

Doch das bedeutet mehr, als nur laut vorzulesen. Der Lektor oder die Lektorin leiht dem "Wort Gottes" (den Texten der Bibel) seine Stimme. Im Johannesevangelium heisst es: "Am Anfang war das Wort…" (Joh 1,1). Aber hier geht es nicht um ein aufgeschriebenes, sondern um das gesprochene Wort. Denn die Bibel macht es immer wieder klar: Gott begegnet, führt, leitet, verändert und wirkt indem er spricht; sei es zu einzelnen Menschen, zum ganzen Volk Israel oder auch zur gesamten Menschheit. 

Das Wort Gottes will und soll gehört werden. Diese Aufgabe übernimmt der Lektor oder die Lektorin. Sie haben damit einen grossen Anteil an der Verkündigung des Wortes Gottes. Durch ihre Stimme wird Gottes Anruf an uns Menschen heute hörbar, nicht als Geschichten aus alten Zeiten, sondern als Botschaft an uns Menschen von heute.

Lektorendienst ist also mehr als "nur" Vorlesen. Deshalb werden Lektorinnen und Lektoren in einem Kurs vorbereitet und anschliessen für ihren Dienst vom Bischof eigens beauftragt.


Kommunionhelferinnen und -helfer

"Als es Abend wurde, kamen die Jünger zu ihm und sagten: Der Ort ist abgelegen und es ist schon spät geworden. Schick die Leute weg, damit sie in die Dörfer gehen und sich etwas zu essen kaufen! Jesus aber antwortete: Sie brauchen nicht wegzugehen. Gebt ihr ihnen zu essen! Sie sagten zu ihm: Wir haben nur fünf Brote und zwei Fische hier. Er antwortete: Bringt sie mir her! … Und er nahm die fünf Brote und die zwei Fische, blickte zum Himmel auf, sprach den Lobpreis, brach die Brote und gab sie den Jüngern; die Jünger aber gaben sie den Leuten" (Mt 14, 15.19*)

Natürlich hätte Jesus vermutlich alles alleine machen können. Aber von jeher baut er auf uns Menschen. Auch wenn Jesus Brot und Fisch vermehrt, sind es die Jünger, die das Essen verteilen. Und das hat mehr als nur einen praktischen Nutzen: sie übernehmen die wichtige Aufgabe, im Namen Jesu zu handeln und "satt" zu machen. 

So sind auch die Kommunionhelferinnen und -helfer nicht einfach nur "Helfer". Sie sind vielmehr diejenigen, die Christus selbst in der Gestalt des gewandelten Brotes vom Altar zu den Menschen bringen. Sie tragen Gott selbst in ihren Händen und ermöglichen damit allen, die zur Kommunion kommen, die Begegnung mit IHM in der Gestalt des Brotes. Auch sie sind für diesen wichtigen Dienst ausgebildet und vom Bischof beauftragt.

Diese Männer und Frauen sind bewusst keine Seelsorgenden, sondern Frauen und Männer aus der Gemeinde. Denn Verkündigung und das Hinaustragen von Christus in die Welt ist eine Aufgabe, die allen gemeinsam zukommt. 

Gleichzeitig ist es etwas wunderbares, das, was man selbst von Gott empfängt, an andere in Freude und Überzeugung weiterzugeben. – In diesem Fall die Eucharistie, Christus selbst.


Die Krankenkommunion

Die Feier der Eucharistie und darin vor allem die Begegnung mit Christus im gewandelten Brot gilt als "Quelle und Höhepunkt" des christlichen Lebens. Aus dieser Beziehung heraus schöpfen Katholikinnen und Katholiken Kraft und Freude für ihr Leben. 

Gerade in schwierigen, herausfordernden oder leidvollen Situationen sind wir Menschen auf stärkende und unterstützende Hilfe angewiesen. Deshalb ist die Krankenkommunion für gläubige Menschen ein besonders wichtiger Dienst. 

Wer wegen Alter und Krankheit nicht mehr am Gottesdienst der Gemeinde vor Ort teilnehmen kann, hat so die Gelegenheit die Eucharistie zuhause zu empfangen. Nicht ohne Grund wird diese in diesen Fällen auch als "Wegzehrung" bezeichnet, da durch sie Christus selbst Kraft und Zuversicht schenkt; und in der Kommunion von neuem erfahrbar wird: egal was kommt, Gott bleibt in seiner Liebe bei mir. 

Wir sind sehr dankbar, dass in unserer Pfarrei Frauen und Männer unterwegs sind, um kranke, alte und auch sterbende Menschen zu besuchen und ihnen das Kostbarste zu bringen, was wir haben: Christus selbst. 

Unsere Kontaktperson

  • 071 446 31 03