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Im Altipiano bei Nachkommen der Inkas

Im Altipiano bei Nachkommen der Inkas
Bildquelle: kath-arbon.ch
Im Altipiano bei Nachkommen der Inkas

Maya oder Inka, Alpakas oder Lamas? Auf seiner Reise durch Peru erlebte Andrea Taverna einiges von solch landestypischen Begriffen live. Davon berichtete er am Seniorennachmittag im Pfarreizentrum. Unter den Zuhörern sass eine echte Peruanerin, Tochter von indiospanischen Eltern, Chahuayo Mamani. Als lernende Lehrerin kam sie einst wegen der deutschen Sprache nach Europa – und blieb.

Wo viel Rot vorherrscht
An der Ferienmesse St. Gallen war Andrea Taverna auf eine so verfängliche Werbung für Peru gestossen, dass er gleich wusste: Da mache ich mit. Sein Rapport in Wort und Bild gab eine ebenso beeindruckende Schilderung ab. Zum einen, weil die Etappen mit Bus und Bahn oft abenteuerlich waren, zum andern wegen der Orte ohne jeglichen Tourismus, dafür vielen Kontakten zu Indios, von welchen der Arboner respektvoll berichtete. Auch jetzt noch sind Nachfolger der Ureinwohner zum grossen Teil sofort erkennbar, Frauen tragen selbst gewebte, meist rote Kleider, zeitweise mehrere übereinander, und traditionelle Hüte.

2500 Kartoffelsorten
Dass Indios gleiche Rechte und Chancen erhalten, wie der spanische Bevölkerungsanteil, sei immer noch eine Erwartung, war zu erfahren. In den Städten gebe es, wie auch bei uns, mehr Angebote für Bildung. Taverna beobachtete selber, dass nach wie vor viel Armut im Land sei. Indigene Familien lebten oft in Lagen von 3000 bis 5000 Höhenmetern, halten Tiere, leben von der Landwirtschaft. Grosse Bedeutung haben Kartoffeln, von denen es hunderte verschiedener Sorten gibt.

Die Schweizer Reisegruppe wurde an die dünnere Luft herangeführt, spürte aber die schnellere Atmung; zudem waren Sauerstoffgeräte für ernste Fälle vorhanden. Ab und zu machte in hohen Lagen die Kälte zu schaffen; Hotels stellten schon mal Bettflaschen zur Verfügung. Der Bericht schilderte Besuche am Titicacasee, im Machu Picchu, in den Städten Lima und Arequipas sowie bei privaten Familien. Eindrücklich sodann Aufnahmen bei kleinen Händlerinnen und immer wieder solche mit Tieren: Eine Indiofrau mit Lama, sodann Pelikane, Kormorane, ein Condor mit den grössten Flügeln, Esel, Robben – und frische Fische vom berühmten Titicacasee.

Mägi Federer leitete den Anlass anstelle von Diakon Matthias Rupper. Ein kompetentes Team verwöhnte die Tischrunden, ohne jedoch Abstriche zu machen, schliesslich war die Fastenzeit ja quasi erst angelaufen. Und überhaupt: Was wäre der Seniorennachmittag ohne süsse Zutat und ein Schlückli à la carte vom Liqueurwagen!

Hedy Züger
Beitrag erstellt: 13. März 2026