Unsere Pfarrei unterstützt in diesem Jahr ein Projekt in Indien, Diözese Ambikapur.
Die Hilfe kommt der Bevölkerungsgruppe der Adivasi zugute. Die Adivasi, die sich aus 460 Völkern und Gemeinschaften zusammensetzen, sind Nachfahren der ersten Bewohner Indiens. 85 Millionen Adivasi (indigene Völker) bilden 7,5 Prozent der Gesamtbevölkerung. Sie leben über ganz Indien verstreut und wahren verschiedene Sprachen und Kulturen.
Hilfsprojekt Asha
Das Projekt Asha arbeitet in 40 kleinen Dörfern. Frauen und Männer organisieren sich gemeinschaftlich und bauen Getreidesparkassen auf, um ihre Abhängigkeit zu reduzieren. Sie bewahren ihre traditionelle Lebensweise und gewinnen ihre Identität zurück. Die Dörfer wehren sich auch rechtlich gegen die Landansprüche von Rohstoffunternehmen. Die Adivasis werden immer noch durch das Kastensystem Indiens als «wild» und «unzivilisiert» ausgegrenzt. Armut, Analphabetentum und schlechte Gesundheitsbedingungen bedrohen das Überleben der Adivasis weiterhin. Die staatlich unterstützte Industrialisierung hat den Lebensraum der Adivasis durch Abholzung, Staudammbauten, Bergbau- und Militäranlagen zum grossen Teil verwüstet, die Menschen entwurzelt und zu Bettlern gemacht.
Konkrete Hilfsschritte
Die Adivasifamilien werden durch folgende Schritte darin bestärkt, ihre Lebensgrundlagen eigenständig zu verteidigen: Organisation und Ausbildung, Getreide- und Reisbanken, Spargruppe, Stärkung der eigenen Kultur und Religion, Zugang zu Land, rechtliche Schritte gegen Landenteignung.
Die Angaben zum Hilfsprojekt mit dazugehörigen Fotos sind auch an der Stellwand in der Kirche zu sehen. Neben der aktuellen grossen Not in der Ukraine dürfen wir den Blick für jene Menschen nicht verlieren, die jeden Tag auch lebensbedrohende Situationen erleben. Hoffen wir, dass wir als Pfarreigemeinschaft den Adivasis unsere Solidarität zeigen können.
Beitrag erstellt: 21. März 2022