Skip to main content

Wallfahren – aktuell und bereichernd

16. November 2023
Wallfahren – aktuell und bereichernd
Wallfahren hat in unserer Kirche eine lange Tradition. Arbon war im Mittelalter selber Wallfahrtsort.

Nach Lourdes, Fatima sowie an Schweizer Wallfahrtsorte, wie Mariastein und das Ranft, zieht es uns Getaufte immer wieder. Einsiedeln ist nach wie vor sehr attraktiv: Die Kirche lebt, auch wenn Fehlverhalten vorgekommen ist, das vor den Richter gehört.

Die Botschaften finden Glauben
Und Medjugorje (Bosnien-Herzegowina)? Kenntnisse über diesen Wallfahrtsort, der vom Vatikan als Gebetsstätte bezeichnet wird, sind bei uns eher dürftig. 1981 machten in Medjugorje sechs Kinder von sich reden, denen nach hartem Widerstand und zäher Ungläubigkeit mit der Zeit dann doch geglaubt wurde, dass ihnen die Muttergottes wiederholt erschienen sei. Sie sind Seher, leben immer noch und erhalten jetzt noch Botschaften. Doch nicht diese Erscheinungen allein werden am Pilgerort betont, sondern die eigene Vertiefung. Das ist Medjugorje und sein Kern in Kürze. Man muss wissen: Die kroatische Einwohnerschaft im einst winzigen Bauerndorf ist katholisch. (Die Bewohner im nahen Bosnien sind mehrheitlich Muslime.) Seit vielen Jahren besuchen täglich tausende Gläubige den Wallfahrtsort, ohne Gedränge, man hört alle westlichen, aber auch unbekannte Sprachen. Erstaunlich sind überall die Disziplin, der Respekt, selbst vor den Gottesdiensten im Freien ist keinerlei Geplauder zu hören. Die Stille ist ganzheitlich, wie man es auch bei uns in der Kirche erwarten darf.

Eindrückliche Pilgerschaft
Alle Völker der Welt sind in Medjugorje vertreten, wie gut das funktioniert, ist an sich ein Wunder. Ins Zentrum rücken Gebet, Eucharistiefeier, Beichte. In der deutschsprachigen Messe, vormittags, ist die Kirche randvoll. Direkt anschliessend strömen Anderssprachige herein, jeden Tag. Viele Stunden lang kann das Gotteshaus die Pilger kaum fassen. Auf dem Riesenareal im Freien feiern am Abend besinnlich, besonnen und harmonisch mehrere Tausend die Internationale Messe miteinander. Sie sind ans Informationszentrum angeschlossen, professionelle Übersetzer übertragen parallel in 18 Sprachen. Dank einem kleinen persönlichen Gerät verstehen so alle alles in der eigenen Sprache. Medjugorje gibt gerade jetzt Hoffnung für unsere Kirche und schenkt Freude am geheimnisvollen eigenen Glauben. Die christliche Lehre lebt. Ich war im September mit Mägi Federer mit der Gruppe von Kennerin Sylvia Keller (Arlesheim, 061 701 8141) in Medjugorje. Sie wird die nächste Gruppe im Mai 2024 dahin geleiten. Ihre kompetente und erfahrene Führung empfehlen wir beide.

Hedy Züger