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Projektbeschrieb Renovation Pfarreizentrum

Projektbeschrieb Renovation Pfarreizentrum
Das Renovationsprojekt, für welches eine Stellungnahme der Ortsbildkommission benötigt wird, befindet sich an der Promenadenstrasse 3 in Arbon. Das Gebäude wurde im Jahr 1937 erbaut und wurde im Jahr 1995 umfassend renoviert und erweitert. Die Räume, Einrichtungen und das Inventar sind funktional einwandfrei nutzbar jedoch veraltet oder mit den bestehenden Bedürfnissen nicht mehr kompatibel.
Durch den stetigen Wandel der Gesellschaft und somit auch dem Wandel des Kirchenlebens ändern sich die Nutzungswünsche bzw. Nuzungsart. Um diesen Veränderungen und neuen Bedürfnissen gerecht zu werden, steht in erster Linie eine Auffrischung der Oberflächen sowie leichter Neu- und Umgestaltung der Räumlichkeiten im Fokus, wobei die innere Struktur in ihren Grundzügen erhalten bleibt. Die Wohnung im 3. Obergeschoss wird aus dem Bearbeitungsperimeter ausgeschlossen und belassen. Weiter sollen auch technische Einrichtungen, wie die bestehende Lüftungsanlage und einige Geräte der Gastroküche, optimiert und angepasst werden. Um den heutigen Normen zu entsprechen soll auf der Nordostseite des Gebäudes ein IV-tauglicher Personenlift erstellt werden, der vom Erdgeschoss bis und mit 2.Obergeschoss führen soll. Durch diesen Eingriff muss der Nebeneingang auf der Altstadtseite neu organisiert werden. Anders wie im Bestand (Eingriff Sanierung 1994) wird neu der Eingang ausserhalb des Gebäudes durch ein filigranes Vordach auf zwei Säulen organisiert und die Eingangstüre um die Liftschachttiefe nach Westen verschoben. Das Vordach auf zwei Säulen orientiert sich an der Promenadenstrasse und öffenet sich zur Altstadt hin. Der Eingang soll von West als auch von Ost gut sichtbar und von beiden Seiten zu Fuss zugänglich sein. Auf der Ostseite ragt es über die Gebäudekante des Bestandes und priorisiert im Zusammenspiel mit Säulenposition den Zugang von der Kirche St.Martin sowie der Altstadt. Im Erdgeschoss im Bereich Mehrzweck 1, Aufbewahrung 1 und in den Nebenräumen der Küche sind baulich tiefgreifendere Eingriffe geplant, indem einzelne Wände neu angeordnet werden. Die neuen Fenster mit Lichtschacht bringen etwas Tageslicht in die Räume, um die Nutzung des Raums attraktiver zu gestalten. Der 2. Ausgang an der Ostfassade wird aufgrund des Nutzungs-Ablaufs nicht benötigt und geschlossen. Da die Fluchtwegsituation aus dem Martinssaal nicht den heutigen Normen entspricht, soll ein zusätzlicher Notausgang über ein bestehendes Fenster ermöglicht werden. Die Einteilung sowie Materialisierung der Flügeltüren orientiert sich dem Bestand. Der Ausserraum im Erdgeschoss bleibt bestehen, nur der Belag um den Eingangsbereich (Betonpflaster) wird ertüchtigt / begradigt. Im 1. Obergeschoss werden die Wände im Bereich Gallussaal / Küche optimiert, um die Küche mit direktem Ausgang neu zu gestalten. Ausserdem ist eine angepasste Aussenraumgestaltung auf der Nordseite Höhe Altstadt angedacht, um einen Begegnungsort für Kaffee und Kuchen für die Gemeindemitglieder zu schaffen. Eine zusätzliche Kugelakazie soll die bestehende Baumreihe an der Promenadenstrasse ergänzen. Die neue Sockelmauer mit einer Höhe von ca. 35cm umfasst die neue Gartenterrasse und dient als Abschluss zum Gehweg. Ein neuer Velounterstand neben dem Nebeneingang soll die bestehenden Veloständer in der kleinen Mauer auf dem Gehweg ersetzen, da diese nicht genügend ersichtlich sind und dementsprechend nicht genutzt werden. Bei den restlichen Räumen geht es vor allem um gestalterische Aufgaben, welche Materialien, Farben, Möblierung und Belichtung betreffen. Die technischen Einrichtungen wie Küche, Bühnentechnik, Elektroverteilung, Wireless-Lan werden überarbeitet und modernisiert.
Architekten Atelier
Beitrag erstellt: 16. Januar 2026