Botschaft zum Baukredit
Veränderungen sind die einzige Regelmässigkeit, die uns im aktuellen Alltag begegnet. Davon sind auch die kirchlichen Institutionen schmerzlich betroffen. Trotzdem bleibt ihre Bedeutung ungebrochen hoch, da fast alle gültigen Werte immer noch auf religiösen Grundlagen basieren. Die Welt ist davon durchzogen. Diese Verweltlichung zerstört zwar Riten, aber nicht die Wahrheit. Zugleich sind menschliche Begegnungen unverzichtbar und Veränderungen sind die einzige Regelmässigkeit, die uns im aktuellen Alltag begegnet. Davon sind auch die kirchlichen Institutionen schmerzlich betroffen. Trotzdem bleibt ihre Bedeutung ungebrochen hoch, da fast alle gültigen Werte immer noch auf religiösen Grundlagen basieren. Die Welt ist davon durchzogen. Diese Verweltlichung zerstört zwar Riten, aber nicht die Wahrheit. Zugleich sind menschliche Begegnungen unverzichtbar und so nötig wie nie zuvor. Dies zu ermöglichen und dadurch einen Beitrag zur Heilung der Menschen zu leisten, ist der Auslöser für den angestrebten Umbau des Pfarreizentrums.
Selbstverständlich gibt es viele praktische Gründe, die die Renovation des Pfarreizentrums notwendig machen. Besonders erwähnenswert ist die Gebäudetechnik, die über 38 % der Investitionen verschlingt. Die Dringlichkeit zeigt sich bei jedem Anlass aufgrund der schlechten Luftqualität, der akustischen Pannen, der unzureichenden Netzabdeckung im gesamten Gebäude, der Schwierigkeiten beim Nachrüsten aufgrund fehlender Ressourcen für Installationen und die Gebäudevernetzung.
Ebenso wichtig sind die Anpassungen in der Nutzung. Der Religionsunterricht wird sich zumindest teilweise ins Pfarreizentrum verlagern. Die öffentlichen Schulen distanzieren sich zunehmend von der Aufgabe der religiösen Erziehung. Wir benötigen also nicht nur Bildungsräume für interessierte Erwachsene, sondern vor allem für Kinder und Jugendliche. Dies geschieht bereits im Rahmen der engagierten Kinder- und Jugendarbeit (z. B. Kinderbibellager, Kinderchor, Ministranten, Familienkreuzweg, JUBLA...). Nun braucht es auch die entsprechenden Räumlichkeiten.
Das Herz des Umbaus bildet der Gallussaal mit Küche und Außenterrasse. Belebung, Geselligkeit, gemeinsames Tun, Vertrauen, geistiger Austausch, Selbst- und Mithilfe sind nur einige der Begriffe, die die Absicht dieser Räumlichkeiten umschreiben.
Diese Mehrnutzung des Gallussaals hat natürlich Folgen. Der italienische Chor sowie der Kinder- und Jugendchor benötigen neue Räumlichkeiten mit entsprechender Infrastruktur. Im Mehrzweckraum 1 (Regenbogenzimmer) wird durch die Schaffung von mehr natürlichem Licht, einem neuen Stuhl- und Instrumentenlager sowie klar zugeteilten Kästen für die einzelnen Gruppen die Aufenthaltsqualität verbessert.
Auch die strukturierte Aufbewahrung im gesamten Gebäude wird durch zugeteilte Stauräume optimiert. Das Gesamterscheinungsbild wird durch neue Oberflächenbeschichtungen optisch ansprechender gestaltet.
Der Planungsprozess verlief in drei Phasen. In einem kleinen Konkurrenzverfahren wurde unter allen interessierten, arbonern Architektur- und Planungsbüros das am besten passende Planungsteam ausgewählt. Die Architektin Jasmin Kohler und der Bautechniker Fabian Sommer überzeugten und erhielten den Zuschlag.
Anschliessend wurde das Projekt mit der siebenköpfigen Baukommission sorgfältig entwickelt. Zwei ausserordentliche, öffentliche Projektvorstellungen wurden durchgeführt. Abklärungen mit der Gemeinde, der Denkmalpflege, der Ortsbildkommission und der Pro Senectute wurden vorgenommen. Für die spezialisierten Planungsprozesse wurden je ein Bauingenieur, Energieberater, Brandschutzexperte, Gebäudetechnik-Ingenieur und Elektroingenieur zugezogen. Jedes Ausführungsdetail wurde auf seine Notwendigkeit geprüft. Die folgenden Pläne und die Kostenzusammenstellung im Anhang sind das Resultat dieser Entwicklung. Die Baukommission und der Kirchgemeinderat befürworten das Projekt.
