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Seniorennachmittag "Tör i nöd e bitzeli luschtig sii?"

Seniorennachmittag "Tör i nöd e bitzeli luschtig sii?"
Bildquelle: kath-arbon.ch
Den Arboner Senioren wird jedes Jahr mancher Leckerbissen geboten, für sie stand kürzlich der Auftritt des Nostalgiechörli Horn im Programm der Pfarrei.

Die 15 talentierten Damen singen schon lange zusammen, werden von Musikerin Imelda Gajewski vorzüglich geleitet und sind auch im leichten klassischen Bereich zu Hause.

«Bin ein stolzer Horner»

40 Seniorinnen und Senioren fanden sich im Pfarreisaal St. Martin zu ihrem Liedervortrag ein. Ihnen erklärte Diakon Matthias Rupper, selbst ein Horner, er sei stolz, das Nostalgiechörli aus der Nachbarschaft willkommen zu heissen. Die Sängerinnen waren in Arbon vor Jahren bereits einmal in ähnlicher Besetzung aufgetreten. Man hörte sie gerne wieder. Vom Flügel aus leitete Imelda Gajewski die «alten Jungfern», wie sie sich mit Blick auf den textilen Grossmutterlook – und nur so – manchmal nennen. Zu gestenreich jung, lüpfig tänzerisch und vielgestaltig im ganzen Bühnenauftritt unterhalten die Hornerinnen jeweils eine volle Stunde lang.

Un peu à la Moulin Rouge

Begleitend zum Liedtext und leicht frivol à la Moulin Rouge zeigten die Diven auch mal Bein und zarten Strumpf. Und keine der nach der Mode um 1920 gekleideten Damen trat und tritt je ohne Hut oder reizendes Schleierchen auf. Wie die Mode doch ehemals kreativ, verführerisch und kostbar daherkam! Sie setzte Spitzen, Rüschen, Volants und kostbare Gürtelschnallen ein und sparte nicht an üppig-umfangreichen Stoffen. Die Bühne lebte und blühte mit den Hornerinnen. Die gesungenen «Tulpen aus Amsterdam» wurden von Blumensträusschen aus Keukenhof aufgenommen, ebenso begleiteten rote Rosen das gleichnamige Lied. «Auch unsere Chorproben sind belebend, wir haben Freude am Singen und möchten unsere Zuhörerschaften an dieser Freude teilhaben lassen», sagte Imelda Gajewski. Livia, ihre etwa vierjährige Enkelin, folgte dem Auftritt ebenso wie die Leute im Saal, bewegte sich aufmerksam wie ein junges Talent mit und strahlte um die Wette.
Mägi Federer und ihr Team bedienten den ganzen Pfarreisaal mit Kaffee und einer Arboner Süssigkeit; auch das Nostalgiechörli, das alle Liedtexte auswendig singt, machte mal Pause und hielt mit.

Hedy Züger

Beitrag erstellt: 12. Februar 2025