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«Points of no return» (PEP to Go – Teil 3)

08. Mai 2026
«Points of no return» (PEP to Go – Teil 3)
Heute nehme ich Sie wieder mit in den «PastoralenEntwicklungsPlan to go», den Bischof Felix vor geraumer Zeit zusammen mit dem Bischofsrat veröffentlicht hat.

Im November stellte ich die ersten beiden der Points of no return vor, die für den nötigen Kulturwandel im Bistum entscheidend sind. Jetzt geht es weiter.

3. Wir entwickeln Kirche mit den Menschen:
Vor einiger Zeit wurde unter dem Slogan «Wir sind ganz Ohr» 2023 der Synodale Prozess im Bistum Basel betont, der schon 2021 im Kleineren begonnen hatte und der seither immer mehr verankerter Teil des Bistumslebens ist. Damit verbunden ist die im PEP to go formulierte Zielvorgabe, dass das Bistum Basel «situations- und bedarfsgerechte Entwicklungen lanciert und fördert. Mit den Menschen, denen es ein Anliegen ist, kirchliches Leben zu gestalten, werden Prozesse gestartet.» (S. 8). Was in der Arbeit der vergangenen Jahre auffällt: Es gibt keine allzeit gültigen Musterlösungen mehr. Und das Bistum hat das erkannt. Gleichzeitig «funktionieren» kirchliche Angebote auch nicht mehr als Selbstläufer. Deshalb ist es wichtig, dass Kirche vor Ort mit denen entwickelt wird, welche Teil der Pfarrei sind und sein wollen. Deshalb sind auch wir in Arbon angewiesen auf Menschen, die mit uns Kirche vor Ort gestalten wollen, die ihre eigenen Bedürfnisse zur Sprache bringen, bereit sind Verantwortung zu übernehmen und vor allem auch einen guten Blick für die Situation der anderen haben. Es braucht das Zusammenspiel von allen Pfarreimitgliedern, dass Kirche am Ort lebt, auf Not reagiert und so auch das Potential entfaltet, wieder zu wachsen.

4. Synodalität gehört zur DNA der Kirche:
«Synodalität soll immer mehr zum wesentlichen Kennzeichen unserer Kirche werden», heisst es im PEP to go (S. 9). Synodalität bedeutet übersetzt so viel wie «gemeinsam auf dem Weg sein». Eine Weggemeinschaft schaut aufeinander, begegnet sich im Respekt zueinander, übernimmt gegenseitig Verantwortung und ist immer auch neugierig – nicht nur auf den Weg, der kommt, sondern auch auf die Menschen und ihre Erfahrungen, mit denen man unterwegs ist. Das Besondere bei unserem Unterwegssein ist, dass wir Christus nachfolgen. Er ist es, der uns auf jedem Schritt leitet, der Mut und Hoffnung macht, der motiviert und uns vor allem Richtschnur und Vorbild ist. Gerade das dürfen wir nicht vergessen: dass wir nicht nur den Weg vor uns im Blick haben, sondern vor allem auf Christus schauen und nach seinem Willen fragen.

Tobias Zierof