Die Strassen sind mit Illuminationen und Sternen geschmückt, um uns auf die weihnachtliche Botschaft vorzubereiten:
«Ehre sei Gott und Friede auf Erden». Die Bilder der Welt mit Krieg und Gewalt lenken unsere Aufmerksamkeit auf eine Reflexion über die Herausforderung, die Jesus Christus, der neugeborene Friedenskönig uns vorstellt. «Das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt» (Joh 1,14). So fasst der Evangelist Johannes das ganze Weihnachtsgeschehen zusammen.
Im Prolog selbst stellt Johannes seine theologischen Konzepte von «Wort», «Leben» und «Licht» vor. Das Mysterium der Menschwerdung Gottes im Weihnachtsgeschehen weist auf den ganzen Zweck der göttlichen Offenbarung und Menschwerdung hin: alle zum Leben und Licht, zum Guten und friedlichen Miteinander, zur Wahrheit und Liebe zu führen. Die Bibel beschreibt wunderbar, wie das historische Leben Jesu Zeuge dieses Geheimnisses «des fleischgewordenen und unter uns wohnenden Wortes» war. Anders ausgedrückt, jeder einzelne Moment im Leben Jesu war eine Verkündigung und Verwirklichung dieses Geheimnisses.
Das Weihnachtsgeschehen ist auch eine Herausforderung für alle Menschen, dasselbe zu erkennen oder an einem solchen Geheimnis teilzuhaben. Der Mensch mit seiner spirituellen und transzendentalen Offenheit ist immer auf diese «Logos-Dimension» – die Dimension des Wortes – ausgerichtet und zentriert. Die Verantwortung und die Herausforderung eines jeden Menschen im Leben besteht darin, «dieses Wort in Fleisch zu verwandeln». Das ist die Herausforderung eines jeden von uns – eine Herausforderung, unsere Dimensionen des Wortes zu erfüllen – das Wort Fleisch werden zu lassen.
Den Werten Liebe, Wahrheit, Frieden und Toleranz Gestalt zu verleihen. Lasst sie uns durch unser eigenes Leben Fleisch werden lassen, damit Jesus Christus auch in unseren Herzen geboren wird, damit die Welt voller Leben und Licht ist.